Schulchronik
ein Gymnasium mit geschichte

 

29.9.1860 zu Michaelis  

 

Eröffnung einer privaten „höheren“ Knabenschule als „schola collecta“ mit zunächst 30 Schülern in zwei getrennten Klassen am Markt 6

 

1860

Einwilligung der Regierung zur Errichtung einer städtischen höheren Schule

 

7.10.1861

Eröffnung der städtischen höheren Schule als Realanstalt mit Übernahme der Schüler der privaten höheren Schule von 1860

 

6.10.1862

Einweihung des neuen Schulgebäudes an der Bergstraße

 

21.3.1865

erste Abiturprüfung der Schüler Heinrich Thumann, Otto Schmidt und Friedrich Malade unter dem Vorsitz des Konsistorialrats Seegemund

 

2.6.1865

Anerkennung der Lehranstalt als höhere Bürgerschule

 

1882

Umwandlung der Realschule als Vollanstalt zu einem sechsklassigen Realprogymnasium – Wegfall der drei oberen Klassen – Sinken der Schülerzahl

 

März 1906 

Vorschlag der Abgeordneten Püschel und Sinapius zur Entwicklung des sechsklassigen Realprogymnasiums zu einem Realgymnasium als Vollanstalt

 

22.1.1907

Bewilligung der Mittel durch die städtischen Körperschaften für die Erweiterung des Realprogymnasiums zu einer Vollanstalt

 

März 1908 

Aufruf des Magistrats zu einem deutschlandweiten Architektenwettbewerb zum Schulneubau Einreichung von 100 Arbeiten

 

August 1908 

Auswahl der Arbeit der Architekten Köhler und

Kranz aus Charlottenburg unter dem Motto: „Fertiges Platzbild an der Spreeseite“

 

Juli 1909 

Beginn der Erd- und Betonarbeiten für die Fundamente

 

23.2.1910

Anerkennung der Anstalt als Realgymnasium durch Ministerialerlass

 

1.4.1910

Erhöhung des Schulgeldes für die Obersekunda,

Unter- und Oberprima von 130 Mark auf 150 Mark

 

30.9.1910 

Einweihung des neuen Schulgebäudes in der Mittelstraße, verbunden mit dem 50jährigen

Jubiläum der „höheren Schulbildung“ in Spremberg

 

1912

Einführung der Unterrichtsstunde von 45 Minuten, mit einem sechsstündigen Vormittagsunterricht und Wahlfächer am Nachmittag

 

August 1914 

Ablegung von Notreifeprüfungen für die Oberprima zum sofortigen Eintritt in das Heer

 

Ab 1915 

während des Krieges zeitweilige Auflösung der Ober- und Unterprima, da die Schüler Kriegsfreiwillige des Heeres waren

 

1914-1918

2 Oberlehrer und 16 Schüler der Oberprima bis Untersekunda fielen im Krieg. – 1922 Enthüllung einer Gedenktafel mit den Namen in der Aula

 

Dezember 1918 

Bildung eines Schülerausschusses aus je zwei Schülern der drei oberen Klassen als Vertrauensmänner

 

1920

Wahl des ersten Elternbeirates – Vorsitzende waren in Folge: Fabrikbesitzer Bernhard Richard, Apotheker Knolle, Kreisobersekretär Hielscher und Obersteuerinspektor Richard Schneider

 

ab 1921 

Umwandlung des Realgymnasiums in ein Reformrealgymnasium mit Französisch, Englisch und Latein als 1.-3. Fremdsprachen

 

1922

Feierliche Eröffnung des Lyzeums, der zweiten höheren Schule (bis zur Quarta) im Gebäude der Mädchenschule

 

2.11.1923

Das Schulgeld betrug für die erste Monatshälfte 6 Milliarden Mark

 

Ostern 1925 

erstmalige Aufnahme von 2 Obertertianerinnen zum Ablegen des Reifezeugnisses

 

1926 (bis 1935)

Ersetzung der Gasbeleuchtung der Aufgänge und einiger Unterrichtsräume durch elektrische Beleuchtung

 

1927

Erhöhung des Schulgeldes auf den für Staatsanstalten vorgeschriebenen Satz von 200 RM – Ermäßigung für das 2. und 3. Kind einer Familie, ab 4. Kind kein Schulgeld

 

Ostern 1928 

Charlotte Tabor – die erste Abiturientin der Schule

 

15.-27.2.1929 

Kälteferien wegen Kohlemangels – Unterricht

der Oberprima im Amtszimmer des Direktors

 

Ostern 1929 

Reformrealgymnasium der Regelform in allen Klassen (1. Fremdsprache: Französisch, 2. Fremdsprache: Englisch, 3. FS: Latein)

 

1930

Beschluss des Magistrates aus Kostengründen zur Zusammenlegung des Reformrealgymnasiums mit dem

Lyzeum und Abschaffung des Lyzeums als selbstständige Schule – Folgen waren eine Raumnot, lästiges Pendeln

zwischen den Gebäuden beider höherer Schulen, Lehrer auch im Amt eines „Verkehrsschutzmannes“, um die

Kinder über die „Lange Brücke“ zu geleiten

 

Seit ca. 1930 

Entstehen eines nationalsozialistischen Schülerbundes, Schulleitung duldete das Bestehen und die Mitgliederwerbung.

 

1933 

Auflösung des Elternbeirates

 

Ab 1933 

Schulfreier Samstag für Mitglieder der HJ als

Staatsjugendtag zur Erfüllung ihrer Aufgaben

Nationalpolitischer Unterricht und Geländesport für Nichtmitglieder am Samstag

 

1934

Bildung von Schulgemeinden durch den Kreisleiter der NSDAP – Zusammensetzung aus „Jugendwaltern“ (Elternvertreter), Vertretern der Hitlerjugend und des Bundes Deutscher Mädchen

 

Ab 1935 

pflichtmäßige Prüfungsinhalte: Vererbungslehre,

Rassenkunde, Rassenpflege, Familien- und Bevölkerungskunde

Trennung des Lyzeums vom Reformrealgymnasium –entsprechend den nationalsozialistischen Ideen der Erziehung

 

1937

Zugehörigkeit aller Schüler (bis auf eine Ausnahme) zur Hitlerjugend bzw. einer nationalsozialistischen Organisation

 

31.1.1944 

Zuerkennung der Reife für 21 Schüler (Notabitur) Einberufung zum Wehrdienst

 

1944

unregelmäßiger Unterricht und Ausquartierung der Schule – Einrichtung eines Lazaretts

 

7.6.1945

erste Zusammenkunft der Lehrer unter der Leitung von Frau Clara Pietzsch – Klärung organisatorischer Fragen zur Wiederaufnahme des Unterrichts Gebäude des Gymnasiums wurde für die Rote Armee weiter als Lazarett genutzt

 

1.10.1945

Aufnahme des Unterrichts in anderen Gebäuden, z.B. in der Berufsschule in der Heinrichstraße, im ehemaligen Lyzeum, am Kirchplatz und in der Bergstraße

 

1945/46 

Einführung der Fremdsprache Russisch als Pflichtfach

 

Herbst 1946 

Wahl eines Elternbeirates – erstmalig seit der

Abschaffung von 1933

 

1946/47 

Aufbau einer Schulgruppe der Freien Deutschen Jugend (FDJ)

 

1949

Rückkehr der Klassen aus den Notquartieren in das Gebäude des Gymnasiums in der Mittelstraße

 

26.4.1949

Verleihung des Namens „Karl-Marx-Schule“

 

23.11.1950 

Eröffnung des Internats in der Mittelstraße 2 zur Unterbringung auswärtiger Schüler

 

Ab 1952

Bildung der ersten Sparten der „Gesellschaft für

„Sport und Technik“ (GST), des Schießsports und Geländesports – Ziel: vormilitärische Ausbildung zur „Stärkung der Verteidigungsbereitschaft der Republik“

 

1952

Trennung der Schule in die Karl-Marx- Grundschule (achtklassig) und Karl-Marx-Oberschule (9. – 12. Klasse)

 

1954-1956

Bau der Kleinsportanlage zur Durchführung des Sportunterrichts auf dem Pfortenplatz

 

1.9.1958

Bezeichnung der Karl-Marx-Grundschule als Mittelschule (bis 1960) und Ausbau des Schulabschlusses bis zur Klasse 10 als erste Schule der Stadt

 

1960

100-Jahr-Feier der Schule

 

Ab 1960 

Bezeichnung der Schule als Karl-Marx-Schule – zehnklassig – und Karl-Marx-Schule – Erweiterte Oberschule (EOS)

 

1970

Umzug der Erweiterten Oberschule in das neu errichtete Gebäude auf dem Schomberg

 

Herbst 1975 

Verleihung des Namens Erweiterte Oberschule „Pablo Neruda“, chilenischer Schriftsteller und Diplomat

 

1985

Umzug der Erweiterten Oberschule in den Stadtteil Trattendorf und Anschluss an die Artur-Becker-Oberschule

 

1989/90 

Entstehung einer Initiativgruppe „Demokratische

Erneuerung der Schule“ mit einer Arbeitsgruppe

„Abiturbildung“ – Ziele: Bildung einer eigenständigen gymnasialen Schule und deren Ausweitung auf die Klassen 7 – 12

 

21.2.1990

Thematik des Gebäudes der Erweiterten Oberschule auf der Tagesordnung des „Runden Tisches“ mit dem Beschluss: Aufbau der EOS in der Artur-Becker-Oberschule, perspektivisch – Entwicklung des Gymnasiums in der Mittelstraße

 

Sommer 1990 

Entwicklung der Konzeption der EOS unter der

Leitung von Schulleiterin Erika Emmrich und Klaus Wünsche

 

1990/91 

Errichtung eines zweiten Gymnasiums für die Klassen 7-10 (Sekundarstufe I) in der Mittelstraße, im Gebäude des ehemaligen Realgymnasiums, auf Beschluss der Stadtverwaltung, entsprechend dem Wunsch der Eltern nach gymnasialer Bildung ihrer Kinder, Schulträger war die Stadt Spremberg

 

9.4.1991

Gründung des Fördervereins“ Gymnasium Spremberg e.V.“ aus Eltern, Lehrern, ehemaligen Schülerinnen und Schülern, Kolleginnen und Kollegen, Sympathisanten der Schule zur Unterstützung schulischer Projekte und Verbesserung der materiellen Bedingungen des Gymnasiums 

 

Mai 1991 

Ministerium für Bildung, Jugend und Sport von

Brandenburg verfügte die Bildung eines Gymnasiums mit zwei Standorten (Berücksichtigung der zu erwartenden Schülerzahlen)

 

1991/92 

Schulträger des Gymnasiums Spremberg-Süd wurde der Landkreis Spree-Neiße

 

August 1992 

Eröffnung der gymnasialen Oberstufe im Gymnasium Spremberg-Süd (Aufnahme von Schülern ab Klasse 11)

 

1.11.1992 

Neugründung des Spremberger Gymnasiums

als einzige Einrichtung, bestehend aus dem

Gebäude in der Mittelstraße 1 (SEK I) und in der Kraftwerkstraße 78 (SEK II)

Schulträger: Landkreis Spree-Neiße

Schulleiter: Elmar Schollmeier

 

1993

letztmalige Abiturprüfungen nach einer 12jährigen Schulbildung und unter den Prüfungsbestimmungen des Schulrechts der DDR

 

1994

kein Ablegen des Abiturs durch die Schulzeitverlängerung auf 13 Jahre

 

1995 

erstmaliges Ablegen des dezentralen Abiturs nach 13 Schuljahren, Festlegungen durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport von Brandenburg und die Kultusministerkonferenz

 

23.1.1996 

Feierliche Namensgebung als Erwin-Strittmatter-Gymnasium durch den Landrat des Spree-Neiße Kreises Herrn Dieter Friese

 

2000

erstmaliges Begehen des „Goldenen Abiturs“ der

Spremberger Abiturienten von 1950

 

2000/01 

Renovierung und Modernisierung des denkmalgeschützten Gebäudes des Gymnasiums in der Mittelstraße unter Verlagerung des Unterrichts an das Oberstufenzentrum Schwarze Pumpe

 

2001/02 

Aufbau einer Leistungsprofilklasse ab der 5. Klasse mit dem Ziel, in einer verkürzten 12jährigen Schulzeit das Abitur abzulegen

 

2006/07 

Neuprofilierung der Klasse 5 als Leistungs- und Begabtenklasse mit dem Schwerpunkt einer sog.

„Bläserklasse“ – Alle Schüler erlernen ein Instrument und bilden bis zur 6. Klasse ein Orchester

 

2007/08 

Klasse 5 als Leistungs- und Begabtenklasse mit dem Schwerpunkt „Musicalklasse“ bis zur 6. Klasse     

 

2008

Veröffentlichte Pläne für einen Anbau und eine neue Turnhalle in der Mittelstraße

 

Juni 2009

Gewinner des Architekturwettbewerbes für den Erweiterungsbau des Gymnasiums in der Mittelstraße ist aus 84 Bewerbungen das Berliner Architekturbüro Numrich Albrecht Klumpp

 

2010

erstmaliges Begehen des „Diamantenen Abiturs“ der Absolventen des Abiturjahrganges 1950

 

1.10.2010

Festveranstaltung zum 150. Jahrestag der „höheren Schulbildung“ in Spremberg und zum 100. Jahrestag des Gebäudes des Gymnasiums in der Mittelstraße

 

28. Juni 2012

Erster Spatenstich für den Erweiterungsbau, Landkreis investiert über 6 Millionen für eine „kreidefreie“ höhere Schule in Spremberg

 

April 2014

Mit Beginn der Osterferien Umzug in den neuen Schulanbau

Schließung des zweiten Standortes in Trattendorf

 

5. September 2016

Eröffnung der neuen Turnhalle auf dem Schulgelände in der Mittelstraße

 

1. August 2017

Odette Urban wird neue Schulleiterin

 

16. März 2020

Erster Deutschlandweiter Lockdown in der Coronapandemie.

Schließung der Schule aufgrund der Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg gegen den SARS-CoV-2 Virus.

Alle Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte werden in den Distanzunterricht geschickt (Home-Schooling)

 

17. April 2020

Erste Lockerungen der Kontaktbeschränkungen in den Schulen. Der Unterricht startet nach einem Stufenplan mit abwechselnden Schülerzahlen in den Klassen und Wegmarkierungen in den Schulfluren.

 

25. Mai 2020

Der Unterricht kann in vollständiger Klassenstärke wieder fortgesetzt werden.

 

14. Dezember 2020

Aufgrund steigender Infektionszahlen wird die Präsenzpflicht in den Schulen eine Woche vor den Weihnachtsferien aufgehoben, nach den Ferien bleiben Klassen und Lehrkräfte vom 4. Januar bis zum 15. März 2021 im Distanzunterricht.

 

2021

Die Schulzeit des Jahres 2021 ist geprägt von strengen Hygienemaßnahmen wie der Maskenpflicht, Coronaschnelltests und Vorschriften zur Lüftung der Klassenräume.  

Der Unterricht kann ab Frühling weitestgehend regulär fortgesetzt werden.

 

2023

Neuprofilierung der Klasse 5 als Leistungs- und Begabtenklasse mit dem Schwerpunkt „Informationstechnische Grundlagen (ITG)“ bis zur 6. Klasse